# Allgemein

Nach Regen kommt Sonnenschein – auch schlechte Tagen müssen mal sein

Schlechte Tage, glück

Der Tag hat noch gar nicht richtig angefangen und da weiß ich schon – das kann kein guter Tag werden. Ich kann gar nicht sagen woran es liegt. Es fühlt sich irgendwie einfach nur falsch an.

Das berühmte Aufstehen mit dem falschen Fuß.

Falls mir jemand sagen kann woher das kommt freue ich mich sehr über ein wenig Erkenntnis. Denn ich verstehe es nicht!

Gestern war noch alles gut und heute haben sich plötzlich dicke, große und sehr dunkle Gewitterwolken über meinen Gemütszustand zusammen gebraut und ich habe keine Ahnung wieso.

Kennst du diese Tage und Momente? Bestimmt. Und wenn du jetzt von mir hören möchtest wie man diese schlechten Tage in gute umwandelt dann muss ich dich enttäuschen. Ich werde dir nämlich jetzt sagen – dann lass den schlechten Tag einen schlechten Tag sein.

Schlechte Tage können gut sein

Ja, genau! Schlechte Tage können gut sein. Die schlechten Tage sind dafür da, damit die guten Tage wiederkommen können. Dauerhafter Sonnenschein kann ja gar nicht gut sein. Das zeigt uns schon die Natur.

Wenn es dauerhaft nur Sonnenschein geben würde, dann würden die Pflanzen vertrocknen. Regen ist notwendig, damit etwas wachsen kann. Wie traurig wäre es denn, wenn die Sonnen durchgängig scheint und wir auf trockenen braunen Wiesen liegen müssten und wir nicht den Duft von blühenden Blumen in der Nase hätten. Ja das wäre ziemlich blöd und trostlos.

Daher freuen wir uns, dass es auch mal regnet.

Und genauso akzeptieren wir unsere schlechten Tage. Der Körper, Geist und die Seele brauchen diese Tage, um sich zu sortieren, zu fokussieren und um Energie zu tanken. Nach Energie tanken fühlen sich diese Tage zwar nicht an, weil der ganze Körper absolut energielos ist und nur nach Ruhe, Sofa und Decke über den Kopf schreit.

Nun ja und wenn es dir möglich ist, dann gib deinem Körper das was er braucht. Leg dich ins Bett, zieh die Decke über den Kopf, bemitleide dich vielleicht auch ein bisschen selbst.

Aber tu mir einen Gefallen:

Sei dir dessen bewusst

Sei dir bewusst, dass du gerade einen schlechten Tag hast, sei dir dessen bewusst, dass du im Bett liegst und gar nichts machst, sei dir bewusst, dass du dich selbst bemitleidest – Aber sei dir auch bewusst, dass das kein Dauerzustand ist. Das ist ein Tag der zwischenzeitlich mal sein muss, aber wenn es dauerhaft Regen geben würde, könnten wir ja gar nicht barfuss über die grüne Wiese laufen und den Duft der Blumen in der Nase haben, da alles unter Wasser steht. Auch das wäre blöd und trostlos.

Zu akzeptieren, dass man einen schlechten Tag hat kann dabei helfen diesen Tag besser zu überstehen. Hab kein schlechtes Gewissen, dass du nur vor dem Fernseher hängst und schon zehn Folgen deiner Lieblingsserie geguckt hast. Die Dusche hat dich heute auch noch nicht zu Gesicht bekommen und die heutige Nahrungsaufnahme war alles andere als Vitaminreich. Na und?!?

Häng dir ein Schild um „temporarily out of order“

Das mit Abstand wichtigste Wort ist hierbei „temporarily“ – kurzzeitig / übergangsweise. Es handelt sich um keinen Dauerzustand. Toiletten an denen dieses Schild hängt werden ja auch recht zügig repariert – also hoffentlich!

Und in deinem Fall kann kein Klempner helfen, sondern nur du dir selbst.

Wenn du am nächsten Tag immer noch den Wunsch hast dir die Decke über den Kopf zu ziehen und noch weitere zehn Folgen deiner Lieblingsserie zu gucken und duschen gehst du auch wirklich nur, weil du dich schon selbst riechst, dann würde ich sagen okay. ABER fange an und stell dir selbst die Frage warum die Gewitterwolken da sind. Welche Gründe gibt es, dass du so schlecht drauf bist?

Vielleicht bist du dir nicht wirklich im Klaren darüber woran es liegen könnte, aber vielleicht ist da ganz hinten im Kopf eine „Idee“ woran es liegen könnte. Vielleicht will diese Tatsache noch nicht in dein Bewusstsein vordringen, aber behalte sie im Auge. Nach und nach wird sich etwas herauskristallisieren was deinen schlechten Gemütszustand erklären kann.

Und dann tu mir den Gefallen und denk darüber nach wie man diese Probleme lösen könnte. Schritt für Schritt – nach und nach.

Meine gute Freundin die aktive Problemlösung.

Deine Entscheidung

Nun ja und wenn es keinen Grund gibt, sich in der Wohnung zu verkriechen – umso besser. Dann gönn dir eine schöne lange Dusche, einen Spaziergang an der frischen Luft oder dreh dein Lieblingslied laut auf. Kommt schon ein kleines Lächeln und ein gutes Gefühl auf? Vielleicht sind das ja die ersten Sonnenstrahlen, die sich den Weg durch die dicke dunkle Wolkendecke bahnen.

Und wenn es noch weitere zehn Folgen deiner Lieblingsserie braucht bis die Gewitterwolken aufbrechen, okay, aber vergiss nicht, dass du die einzige Person bist, die die Kraft hat die Sonne wieder durchkommen zu lassen. Du hast es in der Hand.

Und wir brauchen die Sonne um die Blumen blühen zu lassen.