# Ausgangspunkt

Glück und Hormone, die uns zu einem Halbmarathon führen

Glück und Hormone

Was ist Glück?

Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt was denn eigentlich dieses “Glück” ist? Ist es ein Gefühl, ist es eine Einstellung, ist es die Erfüllung des Lebens, ist es ein Zustand oder ist es doch einfach nur ein chemischer Prozess? Die Antworten auf diese Frage können so vielfältig, wie das Leben selbst sein.

Und jeder Mensch auf dieser Erde hat wohl von Geburt an, die Fähigkeit glücklich zu sein. Es wird quasi bei der Lieferung ins Leben mit inbegriffen. All inclusive quasi…

Aber dazu müssen wir ja erst mal verstehen was Glück denn eigentlich ist?! Starten wir doch einfach mal mit der guten alten Naturwissenschaft:

Der biologische Ansatz

Wenn ich an Glück denke, dann habe ich ein gutes Gefühl, es fühlt sich warm und fröhlich an, dieses Gefühl lässt mich lächeln. Glück ist etwas Schönes, was Spannendes und was Tolles – es ist Zustand den ich gerne erreiche.

Und im Gegensatz dazu steht was Neurowissenschaftler zum Thema Glück sagen? – Glück ist ein elektro-biochemisch-neurobiologischer Lebensprozess. Ähm… Entschuldigung? Dieses schöne Gefühl soll etwas sein was einem so überhaupt nicht leicht über die Lippen geht -elektrobiochemischneurobiologischer Lebensprozess – und hat dann auch noch was mit Chemie zu tun. Ui, für mich schwer zu glauben.

Aber irgendwie macht mich die Verbindung zwischen der (für mich) doch sehr langweiligen Chemie und Glück sehr neugierig. Also habe ich mal ein wenig recherchiert.

Auf den Spuren der Chemie:

Und damit landete ich direkt im menschlichen Gehirn, diesem unfassbar komplexen und spannenden Organ des Körpers.

Das Gehirn hat wahnsinnig viele Regionen, die für ganz unterschiedliche Bereiche des Körpers tätig sind. Die Hirn- und Glücksforschung besagt, dass insgesamt 7 Regionen an der Entstehung von Glück beteiligt sind.

Es gibt einen Bereich, der als Leit- und Steuerzentrale für das Glücks-, Lust- und Belohnungsempfinden zuständig ist, einen Bereich, der sich mit angenehmen und unangenehmen Empfindungen auseinander setzt und einen Bereich, der dafür zuständig ist Situationen zu bewerten.

Die lieben Hormone

Gut, kommen wir zu dem Thema was Glück und Hormone miteinander zu tun haben.

Nun ja und dann gibt es noch einen ebenfalls sehr wichtigen Teil der für das Glücksempfinden zuständig ist, den Hypothalamus & Hypophyse – auch als Hirnanhang Drüse bekannt.

Diese zwei netten Bekannten kümmern sich darum, dass Hormone in der richtigen Dosierung ausgeschüttet werden. Und was machen diese Hormone? Richtig sie lassen uns die Prozesse, die im Hirn ablaufen körperlich spüren.

Es passiert also etwas- Unser Hirn nimmt Informationen auf, verarbeitet sie, gibt eine Bewertung ab und lässt dann über das Hirnanhang Drüse positive Gefühle in Form von Botenstoffe ausschütten – Endorphine, Oxytocin, Serotonin und Dopamin. Und diese Botenstoffe helfen dann das wohlige und schöne Gefühl zu empfinden was uns als „glücklich sein“ bekannt ist.

Also natürlich nur, wenn die Bewertung positiv ausfällt… Wenn wir Angst haben kommen ganz andere Botenstoffe ins Spiel, aber damit setzen wir uns ein anderes Mal auseinander.

Das ist ja doch ein relativ simpler Ablauf und irgendwie gut verständlich, oder? INFORMATIONSAUFNAHME – VERARBEITUNG – BEWERTUNG – GEFÜHL

Dieses Wissen wird übrigens auch für die Herstellung von Drogen verwendet. Aufgrund von Drogen können die Regionen im Hirn so manipuliert werden, dass uns ein Glücksgefühl suggeriert wird.

Doch, wenn das alles nur ein elektro-biochemisch-neurobiologischer Prozess ist und nur von der Bewertung abhängig ist, wieso bin ich dann nicht häufiger glücklich? Es könnte doch so einfach sein oder nicht?

Wer hat es denn nun in der Hand?

Für mich liegt der Schlüssel in der Bewertung. Mein Gehirn bewertet eine Situation und entscheidet, ob diese Situation es wert ist die richtigen Hormone auszuschütten. Ich glaube vielen Menschen ist das gar nicht so bewusst, dass die Glücksgefühle von dem eigenen Gehirn gesteuert werden. Irgendwie geht man davon aus, dass andere Menschen, Umstände und Situationen einzig und allein dafür zuständig sind, dass man glücklich ist.

Aber wenn mein eigenes Gehirn dafür zuständig ist, habe ich es dann nicht auch ein wenig in der Hand? Es ist doch schließlich mein Gehirn oder nicht?

Ich glaube, dass man sich selbst darauf trainieren kann. Man kann Muskeln trainieren, man kann die Blase trainieren und warum sollte man nicht auch das Gehirn trainieren können?

Die Hirnanhang Drüse soll einfach diese tollen Hormone ein bisschen eher oder häufiger ausschütten. Das kann doch nicht so schwer sein, oder?

Die Voraussetzungen sind gegeben, jetzt muss ich sie nur noch für mich nutzen.

Ist ja irgendwie bei einem All-Inclusive Urlaub… Da habe ich ja auch alles gegeben, aber muss ja trotzdem was dazu beisteuern, dass ich alle Leistungen abrufen kann. 😀 Haha, ja okay wieder nicht unbedingt das beste Beispiel, aber ich hoffe ihr wisst was ich meine.

Tja und jetzt stehen wir vor der Herausforderung unser Gehirn zu trainieren. Hört sich so leicht an – ist es aber nicht unbedingt. So nen Halbmarathon von heute auf morgen laufen ist ja auch nicht ohne weiteres machbar.

Aber ich bin mir sicher, dass sich das Training auszahlt!

Genau aus diesem Grund habe ich den Blog gestartet. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir unser Glücksgefühl steuern können, wenn wir es trainieren. Wie können wir es schaffen, die biologischen und chemischen Vorgänge unseres Körpers dafür zu nutzen, um das “glücklich sein” zu etwas Alltäglichem zu machen?

Denn egal ob chemisch oder emotional – Glück beginnt im Kopf! Lass es uns gemeinsam herausfinden wie es funktioniert…