# Positives denken

Die Bausteine deines Glücksmoments

Glücksmoment

Es gibt Momente im Leben, in denen ist man einfach glücklich. Glücklich mit sich selbst, mit der Welt, mit dem Wetter, mit der Person, die vielleicht gerade diesen Moment mit einem teilt und der Gesamtsituation. Jedes kleine Detail stimmt und wir wünschen uns, dass es von diesem Glücksmoment noch ganz viele geben wird.
Allerdings sind da manchmal Faktoren, die machen es einem schwer. Das Wetter, es ist niemand da der mir zuhört, die Haaren wollen einfach nicht so sitzen wie sie sollen, die Kollegen sind anstrengend und es herrscht mal wieder Stau auf der A2. Ich glaube solche Tage und Momente kennen wir alle und gehören zum Leben dazu.

Trotzdem gibt es kleine Tipps und Tricks wie wir uns trotz weniger optimalen Gegebenheiten selbst ein wenig glücklicher machen können. Denn auch mit einer Frisur, die uns niemals auf einen Laufsteg bringen würde, können wir einen glücklichen Moment erleben.

Aus jeder nicht so guten Situation können wir eine bessere machen. Und diese Fähigkeit sollten wir auch für uns nutzen. Wir würden sonst eine Ressource ungenutzt lassen, die uns helfen kann glücklicher zu sein.

Dein Glücksmoment

Versuche dich an einen glücklichen Moment zu erinnern. Ein Moment in dem du glücklich warst, in dem du einfach nur lächeln konntest, in dem du Schmetterlinge vor Freude im Bauch hattest, ein Moment den du möglichst lange halten wolltest. Versetz dich in diesen Moment, stell ihn dir vor, mit jedem kleinsten Detail.

Wo bist du gerade? Was machst du? Wie ist das Wetter? Was denkst du? Was siehst du? Erinnerst du dich an besondere Gerüche? Kannst du sagen warum genau du glücklich bist?

Im Detail

Setze dich mit diesem Moment auseinander. Stück für Stück. Detail für Detail. Atme tief ein und nimm dir die Zeit dir diesen glücklichen Moment vor Augen zu führen. Vielleicht hilft es dir die Augen zu schließen.

Hälst du etwas in deinen Händen? Trinkst du einen Kaffee? Oder steht vielleicht etwas leckeres zu Essen vor dir? Wer ist in dem Moment bei dir? Hast du vielleicht einen bestimmten Duft in der Nase? Sind bestimmte Geräusche zu hören?

Nimm dir soviel Zeit wie du möchtest. Schaue dir jeden kleinen Baustein genau an und versuche dich an die Empfindungen aus diesem Moment zu erinnern.

All diese kleinen Eindrücke, die unsere Sinne berühren tragen dazu bei, dass dieser Moment zu einem glücklich Moment wurde. Versuch dir dieses bewusst zu machen! Es ist nicht nur eine einzelne Tatsache sondern die Zusammenstellung aus den verschiedenen Bausteinen.

In der heutigen Zeit, ist es sehr schade, dass unsere Sinne so wenig wertgeschätzt werden.

Grashalme die meine Füße kitzeln, der Geruch von Regen, ein Kinderlachen, der Geschmack von Cappuccino. Und nicht nur die Tatsache, dass da ein schöner Mann mir gegenüber sitzt oder, dass Sommer ist, macht mich glücklich, sondern es ist ein Portfolio aus Ereignissen, die alle meine Sinne berühren.

Sei dir dessen bewusst

Versuche dir all diese Reize vor Augen zu führen und versuche sie zu verinnerlichen. Jeder einzelne Baustein ist wichtig.

Mein Glücksmoment

Mein Glücksmoment, den ich mir eben vorgestellt habe, war an einem Fluss, ich lag auf einer Decke und es war Sommer, neben mir auf der Decke lagen mein Buch und ich hatte mir einen Cappuchino mit Vanille Aroma beim Cafe nebenan geholt. Die vergangene Arbeitswoche war sehr erfolgreich und ich konnte mich auf das Abendessen mit meinen Freundinnen am Abend freuen. Die Sonnenstrahlen haben meine Nase gekitzelt und ich konnte barfuss durch das Gras laufen. Um mich herum waren viele Menschen, die ebenfalls den Sommer genossen haben und ich konnte sie lachen und quatschen hören. Viele Fahrradfahrer waren unterwegs und der Duft von Sonnencreme lag in der Luft.

Ich habe diesen Moment bildlich vor Augen, ich spüre die Sonne auf meiner Haut, das Vanille Aroma auf meiner Zunge, das Klingeln der Fahrradfahrer in meinem Ohr und allein der Gedanke daran lässt mich lächeln.

Kannst du deinen Moment mit allen Sinnen spüren?

Solche glücklichen Moment bis ins kleinste Detail zu sehen und zu spüren kann dir helfen die kleineren Bausteine deutlicher zu sehen. Es bedarf ein wenig Übung die schönen Momente, die einen glücklich gemacht haben in die einzelnen Bausteine aufzuschlüsseln. Aber es lohnt sich.

Sei dir den Bausteinen deines Glücks bewusst

Durch das regelmäßige Vorstellung der einzelnen Bausteine, die unsere Sinne berühren fangen wir an diese auch wertzuschätzen. Es ist nicht mehr einfach nur dieser eine glückliche Moment sondern die vielen kleinen Details. Es lohnt sich die Wertschätzung der einzelnen Bausteine zu trainieren, da es dazu führt, dass wir uns auch schon über die einzelnen Details freuen können.

Bei meinen glücklichen Momenten ist zum Beispiel ganz häufig ein Kaffee dabei. Ich mag den Geschmack von Kaffee, egal ob als Cappuchino, mit Vanille Aroma oder ohne, als klassischer Americano oder -ich gestehe- auch Instant Kaffee. Mich mach es glücklich einen Kaffee in meinen Händen zu halten und diesen Moment für mich zu genießen.

Ja, der Kaffee schmeckt besonders gut, wenn ich auf einer Decke im Sommer am Fluss liege, aber auch an einem verregneten Sonntag Morgen gibt mir ein Kaffee ein zufriedenes Gefühl während ich in meiner Decke gekuschelt am Fenster sitze und in den Regen hinausschaue.

Durch das regelmäßige bewusst machen welche Bausteine zu meinem glücklichem Moment gehören haben sich ein paar Bausteine herauskristallisiert, die mir immer und überall ein wohlig warmes und gutes Gefühl geben.

Weißt du spontan was dein besonderer Baustein ist?

Dieses Bewusstsein über die einzelnen Bausteine hilft uns an Tagen oder Momenten, in denen uns die Haare zu Berge stehen, uns trotzdem ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Bei Kaffee entstehen bei mir positive Impulse und ich kann mich jedes Mal darüber freuen, dass ich jetzt einen habe. Trotz Bad Hair Day lässt er mich lächeln –

Und lächeln zu müssen macht glücklich!

Übung: Denk über deine glücklichen Momente nach. Stell sie dir mit allen Facetten und Sinneseindrücken vor. Welche Bausteine siehst du und welche kommen häufig vor?